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Funkenerosion
Funkenerosion, kurz EDM (electrical discharge machining), ist ein abtragendes Fertigungsverfahren, das auf elektrischen Entladevorgängen zwischen einer Elektrode (Werkzeug) und einem leitenden Werkstück beruht. Die Bearbeitung findet in einem nichtleitenden Medium, dem Dielektrikum statt. Die Elektrode wird dabei auf ein sehr enges Spaltmaß (< 0,5 mm) an das Werkstück herangeführt, bis ein Funkenüberschlag stattfindet, der aus dem Werkstück Material abträgt.
Man unterscheidet zwischen dem funkenerosiven Schneiden (Drahterosion), bei dem ein Draht die Elektrode bildet und dem funkenerosiven Senken (Senkerosion), bei dem die Elektrode in der negativen Form des gewünschten Werkstücks ausgebildet ist.
Vorteile der funkenerosiven Bearbeitung sind die hohe Maßgenauigkeit sowie die Möglichkeit der Bearbeitung von sehr harten Werkstoffen wie gehärtetem Stahl oder Hartmetall. Nachteile sind hoher Zeit- und Energieaufwand.
Drahterosion
Die Drahterosion ist ein formgebendes Fertigungsverfahren, welches dadurch charakterisiert ist, dass der Materialabtrag mittels einer Folge nichtstationärer elektrischer Entladungen erzielt wird, die zeitlich voneinander getrennt sind, d.h. es ensteht nur ein einziger Funken auf einmal. Die Entladungen werden durch Spannungen (Leerlaufspannung) von über 200 V erzeugt und finden stets in einem dielektrischen Bearbeitungsmedium statt. Das funkenerosive Bearbeitungsverfahren wird auch als elektroerosives Bearbeiten oder EDM (englisch electrical discharge machining) bezeichnet.
Man unterscheidet zwei Verfahren: Senk- und Drahterosion.
Vorteile
- ermöglicht extrem geringe Schnittbreiten
- Bearbeitung von leitfähigen Material, egal welcher Härte
- sehr gute Genauigkeit und Formtreue (0,003 mm)
Nachteile
- sehr hohe Kosten und lange Bearbeitungszeiten
