Stahlsorten

Stahlsorten sind die verschiedenen Arten von Stählen. Andere Bezeichnungen sind Stahlmarke, -sorte oder -qualität. Diese Bezeichnungen sind aber veraltet. Die Stahlmarken unterscheiden sich durch ihre vom Hersteller garantierten Eigenschaften, die durch unterschiedliche Zusammensetzung und thermische Behandlung eingestellt werden.

Die Bezeichnung für Stähle in Europa ist in der DIN EN 10027 -1 und -2 festgelegt.

Werkstoffkurznamen

Unlegierte Stähle

  • Massenstähle/Baustähle(alte Norm !):
    •  Bezeichnung St x mit x = 1/10 der Mindestzugfestigkeit in N/mm²
    • keine Wärmebehandlung beabsichtigt
    • Die Abgussart wird durch vorgestellten Buchstaben charakterisiert:
      •  R: beruhigt vergossen
      • RR:besonders beruhigt vergossen
      • H: halb beruhigt vergossen
    • an die Mindestzugfestigkeit kann eine Zahl angeschlossen werden, die die Gütegruppe bezeichnet.
    • Um die Vorgschichte zu beschreiben, stellt man einen Buchstaben an das Ende:
      • K: Kaltverformt
      • A: Angelassen
      • N: Normalgeglüht
      • V: Vergütet
    • Beispiel: R St 42-3 N ist ein beruhigter Stahl, Mindestzugfestigkeit von 420 N/mm², Güteklasse 3 und normalisiert.
  • Qualitätsstähle:
    • Bezeichnung: C x mit x = 100facher Kohlenstoffgehalt in Ma.-%
    • verringerter Gehalt an Phosphor und Schwefel gegenüber Massenstählen (unter 0,045 Ma.-%)
    • meist Wärmebehandlung vorgesehen
    • Beispiel: C 60 ist ein Qualitätsstahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,60 Ma.-%.
  • Edelstähle(alte Norm !):
    • Bezeichnung: Ck x mit x = 100facher Kohlenstoffgehalt in Ma.-%
    • nochmals verringerter Gehalt an Phosphor und Schwefel gegenüber Qualitätsstählen (unter 0,035 Ma.-%)
    • entspricht nicht dem umgangssprachlichen Begriff des Edelstahls als rostfreiem Stahl
    • meist Wärmebehandlung vorgesehen
    • Beispiel: Ck 45 ist ein Edelstahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,45 Ma.-%.